Geschichte St. Albani

Am östlichen Rand der Göttinger Innen­stadt liegt die Pfarrkirche St. Albani, die älteste Kirche in Göttingen und wohl im 10. Jahr­hundert als Kirche des 953 urkund­lich erwähnten Dorfes „Gutingi“ bereits bestehend. Von den frühen Vor­gänger­bauten haben sich im heutigen Er­scheinungs­bild der Kirche keine Spuren erhalten, und von den Bau­daten ist St. Albani die jüngste unter den heute be­stehen­den mittel­alter­lichen Kirchen der Stadt. Ältester Bauteil ist der leicht erhöhte zwei­jochige Chor mit 5/8-Schluss aus dem späten 14. Jahrhundert; die dreischiffige Stufenhalle von vier Jochen Länge entstand im Anschluss. Eine Bauinschrift von 1423 am südwestlichen Strebe­pfeiler datiert den West­bau mit dem gedrungenen Turm; mit der Wölbung, die der Meister Jacob von Worms bis 1467 voll­endete, fanden die Bauarbeiten ihr Ende. Die fol­genden Jahr­hunderte haben den mittelalterlichen Bau mehrfach verändert, ohne ihn jedoch im Grund­satz zu beeinträchtigen. So präsentiert sich St. Albani noch heute – von der 1726 errichteten barocken Turmhaube einmal abgesehen – in der seit dem 15. Jahr­hundert über­lieferten Form. Frei­gelegte und nach den Funden ergänzte Gewölbe­malereien bestimmen seit 1996 wieder das Raum­bild.

 

 

 

Vor 953 Gründung als Dorfkirche von „Gutingi“
1423 Baubeginn der heutigen Kirche.
1467 Vollendung der Gewölbe.
1499 Die Tafeln des Hochaltars werden von Hans von Geismar gemalt.
1726 Der Turm erhält die barocke Haube.

1788

 

 

Klassizistischer Umbau des Inneren.

Die alte Sakristei an der Nordseite wird beseitigt,

der gotische Altar wird 1804 verkauft.

1857 

Neogotische Umgestaltung des Innenraums.

Eine neue Sakristei wird an der Südseite gebaut.

1908 Erste Zentralheizung in der Kirche.
1921 Elektrisches Licht in der Kirche.
1931 Rückkehr des mittelalterlichen Altars als Leihgabe des Museums.
1961 Erneuerung der Kirche. Gestühl und Kanzel werden vereinfacht.
1964 Innenrenovierung und Neubau der Orgel durch Paul Ott.
1995 Sanierung Westwerk und Turm.
1996 Innenrenovierung mit Rekonstruktion der gotischen Ausmalung.
2005 Renovierung der Buntglasfenster.
2010 Neugestaltung des Innenhofes
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