Ökumenisches Seminar
Das Ökumenische Seminar am Kirchort St. Jacobi ist ein Bildungsdauerbrenner. Seine Anfänge sind nur noch Wenigen in Erinnerung: vor mehr als 50 Jahren – die damals üblichen „Frauenkreise“ genügten den Frauen A. Arfken (ev.) und M. Alpers (kath.) nicht mehr. Sie wollten sich mit ihresgleichen nicht länger bloß zu Kaffee und lockerem Gespräch treffen. Die Treffen wurden thematisch. Das war die Keimzelle des Ökumenischen Seminars. (ÖS)
Noch immer beginnt es – inzwischen auch von Männern wahrgenommen – zur Kaffeezeit, um 15.30 Uhr. Immer wieder gibt das zu Fragen Anlass: warum diese frühe Zeit? Berufstätige sind dadurch ausgeschlossen! – Ja, das ist der Preis. Aber thematische Reihen um 18 Uhr oder noch später bietet das Göttinger Angebot reichlich. Wir sind bei unserer Nachmittagstradition geblieben, weil die Teilnehmer:innen dann noch bei Tageshelle wieder nachhause kommen.
Eine Teilnehmergebühr gibt es nicht, auch Eintritt wird nicht erhoben. Am Ausgang – typisch kirchlich! – wird eine Kollekte erbeten. Damit werden die anfallenden Kosten beglichen: eine Flasche Wein für die Vortragende, eine bestimmte Summe für den Arbeitsaufwand des Küsters, gelegentlich die Erstattung einer Fahrkarte – am Ende ist immer noch soviel Geld übrig, dass die St. Jacobi-Stiftung, der Verein für Jugendfragen oder das Hospiz sich über eine Spende freuen können.
Das ÖS bietet im Jahr zwei thematische Reihen zu in der Regel zehn Unterthemen/Vorträgen an; eine von Januar bis März, eine von September bis November. – Die letzte Reihe „Die Türkei – ein unbequemer Nachbar“ wurde am 25. März 2026 abgeschlossen. Die geplante neue Reihe zum Thema POLEN startet am 23. Sept. dieses Jahres.
Das für das Programm verantwortliche ehrenamtliche Leitungsteam besteht z. Zt. aus acht Personen, die darauf achten, dass es sich immer wieder ergänzt. Auf diese Weise ist Stetigkeit bei gleichzeitiger Erneuerung garantiert.
Das tut seine Wirkung. Der Gemeindesaal ist immer gut besetzt. Manchmal reichen die 100 Stühle nicht. Dann schwingen sich auch Senior:innen schon mal auf die seitlich stehenden Tische.
(Dirk Tiedemann)