Streuobstwiesen
Auf dem Bartholomäusfriedhof
Auf dem Bartholomäusfriedhof gehörten allen Kirchengemeinden einzelne Teilgrundstücke, die nach der Anlage des Friedhofes an der Kasseler Landstraße an die Stadt kamen. Nur die ehemalige Mariengemeinde behielt ihr Stück. Dieses wird allerdings durch die Stadt gepflegt, die darauf eine Streuobstwiese angelegt hat. Die Bäume stehen in einem Streifen im Nordwesten des ehemaligen Friedhofes, teils auf Marien-Gelände, teils auf städtischem Boden.
Es handelt sich offenbar um 13 Apfelbäume, 2 Walnussbäume und 2 Schwarznussbäume.
Das Areal ist eher naturbelassen, da selten gemäht wird.
Und wer es ganz genau wissen will, es handelt sich um die Bäume:
697321–697330,
697332–697335,
697338,
697339
und 697342.
Östlich davon befindet sich der Beetholomäus-Garten, auch auf dem Gelände der ehemaligen Mariengemeinde.
Birgit Keppler hat den Nutzungsvertrag des Beetho-Gartens mit der Stadt Göttingen übernommen, als die Studierenden das Gemeinschaftsprojekt mehr und mehr verlassen haben. Somit konnte sie verhindern, dass der Garten im Bartholomäus-Friedhof wieder zurück an die Stadt geht und die Fläche zu Rasen wird.
Da sich bisher keine neue Gartengruppe entwickelt hat, macht sie gelegentliche Treffen, die sie bei Instagram ankündigt.
Es gibt sehr viele Wildblumen, die sich dort von alleine etabliert haben und mit der Zeit wieder zurück gekommen sind.
Bei den Treffen wird dafür gesorgt, dass der Garten nicht komplett verwildert.
Sie sind herzlich eingeladen, den Garten zu besuchen und die verschiedenen Wildblumen zu betrachten. Der Weg mit Holzschnitzeln wird bald fertiggestellt.
Wenn Sie Interesse haben, können Sie gerne ein paar Beete selbst bearbeiten, der Garten ist in verschieden große Beete eingeteilt.
Melden Sie sich gerne bei Birgit Keppler: beetho-garten@posteo.de
Zwischen Elliehausen und Knutbühren
„Wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“
So soll Martin Luther gesagt haben. Hat er nachweislich nicht, aber was soll’s? Dieses vermeintliche „Lutherwort“, das seit den 1980er Jahren sehr populär geworden war, dürfte das Anlegen der Streuobstwiese St. Jacobi inspiriert haben. Die Initiatoren wollten Gemeindemitgliedern Gelegenheit geben, zur Erinnerung an eine Taufe, eine Trauung oder ein anderes denkwürdiges Ereignis einen Obstbaum zu pflanzen. Zusammen mit dem Liegenschaftsamt des Kirchenkreisamtes wurde eine Fläche im Eigentum der Gemeinde ausgesucht und in Abstimmung mit dem Pächter aus der landwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen. Im April 1995 wurden die ersten 33 Bäume gepflanzt. Heute stehen auf der Wiese zwischen Elliehausen und Knutbühren 127 Bäume. Weitere Pflanzungen sind aus Platzgründen kaum noch möglich.
Seit 2008 hat der Baumpfleger Dr. Martin Linnert zusammen mit einigen Ehrenamtlichen die jährlichen Pflege- und Ernteeinsätze übernommen. Er wird unterstützt vom Kirchenvorsteher Janosch Henke, der diese Einsätze koordiniert.