Streuobstwiesen
Auf dem Bartholomäusfriedhof
Auf dem Bartholomäusfriedhof gehörten allen Kirchengemeinden einzelne Teilgrundstücke, die nach der Anlage des Friedhofes an der Kasseler Landstraße an die Stadt kamen. Nur die ehemalige Mariengemeinde behielt ihr Stück. Dieses wird allerdings durch die Stadt gepflegt, die darauf eine Streuobstwiese angelegt hat. Die Bäume stehen in einem Streifen im Nordwesten des ehemaligen Friedhofes, teils auf Marien-Gelände, teils auf städtischem Boden.
Es handelt sich offenbar um 13 Apfelbäume, 2 Walnussbäume und 2 Schwarznussbäume.
Das Areal ist eher naturbelassen, da selten gemäht wird.
Östlich davon befindet sich der Beetholomäus-Garten, auch auf dem Gelände der ehemaligen Mariengemeinde. Allerdings ist die Initiative eingeschlafen, nachdem einige Student:innen ihren Abschluss gemacht haben und weggezogen sind.
Und wer es ganz genau wissen will, es handelt sich um die Bäume:
697321-697330,
697332-697335,
697338,
697339
und 697342.
Zwischen Elliehausen und Knutbühren
„Wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“
So soll Martin Luther gesagt haben. Hat er nachweislich nicht, aber was soll‘s? Dieses vermeintliche „Lutherwort“, das seit den 1980er Jahren sehr populär geworden war, dürfte das Anlegen der Streuobstwiese St. Jacobi inspiriert haben. Die Initiatoren wollten Gemeindemitgliedern Gelegenheit geben, zur Erinnerung an eine Taufe, eine Trauung oder ein anderes denkwürdiges Ereignis einen Obstbaum zu pflanzen. Zusammen mit dem Liegenschaftsamt des Kirchenkreisamtes wurde eine Fläche im Eigentum der Gemeinde ausgesucht und in Abstimmung mit dem Pächter aus der landwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen. Im April 1995 wurden die ersten 33 Bäume gepflanzt. Heute stehen auf der Wiese zwischen Elliehausen und Knutbühren 127 Bäume. Weitere Pflanzungen sind aus Platzgründen kaum noch möglich.
Seit 2008 hat der Baumpfleger Dr. Martin Linnert zusammen mit einigen Ehrenamtlichen die jährlichen Pflege-
und Ernteeinsätze übernommen. Er wird unterstützt vom Kirchenvorsteher Janosch Henke, der diese Einsätze koordiniert.