Liturgisches Mittags­gebet: montags und mittwochs um 12 Uhr


Das Mittagsgebet in St. Jacobi orien­tiert sich an der Grund­ordnung des öku­me­nischen Stunden­gebetes. Es be­schränkt sich, anders als in rein evan­ge­lischer Tradi­tion, nicht auf ein­stim­mige grego­ria­nische Weisen, sondern be­zieht mehr­stim­migen Psalmen­gesang, tradi­tionel­le Choräle, neue geist­liche Lieder (vorzugs­weise aus skan­di­na­vischen und nieder­län­dischen Kirchen), das Taizé-Kyrie und ein vier­stim­mig gesunge­nes Vater­unser aus russisch-ortho­doxer Tradi­tion mit ein. Im Fürbitten­gebet werden nach einer sorg­fältig aus­gewähl­ten Presse­info zu einem öffent­lichen Thema, das wir „ins Gebet nehmen“, drei persönliche An­lie­gen, die Men­schen in das Gebet­buch der St.-Jacobi-Kirche ge­schrie­ben haben, ge­lesen. Anschlie­ßend besteht Gelegen­heit, eine eigene Für­bitte zu sprechen.

 

Das Mittags­gebet wird getra­gen von einer Gruppe von 10 bis 12 regel­mäßig Teil­nehmenden. Zufäl­lig an­wesende Kirchen­besucher von nah oder fern sind als Gäste jeder­zeit will­kommen und finden in der Regel schnell in Ord­nung und Gesänge des Mittags­gebetes hinein.
Die St.-Jacobi-Gemeinde ist Mit­glied im Verein ÖKUMENISCHES STUNDENGEBET E.V.

 

 

Morgen­gebet: werktags um 8 Uhr


„Ich habe heute viel zu tun, darum muss ich heute viel beten“ – soll Luther einst gesagt haben. Wir folgen den Spuren unseres Refor­mators, des dama­ligen Augustiner­mönches, und beginnen jeden Werk­tag morgens um 8 Uhr mit einem grego­ria­nischen Morgen­gebet. Die Form des Gebets entspricht dem Ablauf der „Mette“ in unserem evange­lischen Gesang­buch. Im dunk­len Chorraum wird eine Kerze an­ge­zün­det, und wir warten ab, bis der Aufruf unserer mittel­alter­lichen Glocke zum Angelusgebet verklungen ist.  


„Herr, tue meine Lippen auf, dass mein Mund deinen Ruhm verkün­dige!“ Es ist er­he­bend und etwas zauber­haft, wie die ersten Töne der ur­alten Melo­dien unter den gotischen Ge­wöl­ben er­klin­gen. Während der gehal­tenen Stille hören wir schon Vogel­gezwitscher von außen. Und wenn wir die Kirche 25 Minuten nach dem Beginn von Gesang, Stille und Schrift­lesung gestärkt ver­las­sen, können wir ermutigt in die helle, wim­meln­de Stadt gehen. Wir haben heute viel zu tun.

 

Schweige und höre: sonntags um 18 Uhr


Am 1. Sonntag im Monat lädt St. Jacobi unter dem Motto „Schweige und höre“ zu einer abend­lichen Medi­ta­tion ein. Im Altar­raum im Kreis sitzend singen wir Taizé­lieder und Kanons, hören eine Lesung aus der Bibel, schwei­gen und lauschen in der Stille dem Bibel­wort nach. Die Abende werden im Wechsel an­ge­lei­tet von Pastor Klaus Dettke, Pastor Dr. Klaus Schulz und Pastor Áron Bence.

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