Das ist unsere Kirchengemeinde Göttingen-Mitte

 

Der 1. Januar 2026 liegt hinter uns und damit der – nicht nur juristische – Startschuss für unsere fusionierte Kirchengemeinde mit den fünf Kirchorten St. Albani, St. Jacobi, St. Johannis, St. Marien und Thomas, fünf Pfarrpersonen, über 30 Kirchen­vorsteherinnen und -vorsteher und über 9.000 Gemeinde­mitgliedern.


Knapp drei Jahre hat es gedauert: von der ersten Idee im Kirchen­gemeinde­­verband, dass unsere Gemeinden doch noch näher zusammen­rücken sollen,  über die Gründung des Steuerungs­ausschusses bis hin zu mehreren Gesamt-KV Sitzungen, bei denen schließlich die Bitte um Fusio­nierung beschlossen wurde.

 

Die Landeskirche stimmte dieser Bitte zu, und nun sind alle fünf Gemeinden unter dem einen Namen „Evangelisch-lutherische Kirchen­gemeinde Göttingen-Mitte“ zusammen. 

 

„Göttingen-Mitte“ – nicht nur ein Name: Theo­logische Re­fle­xio­nen aus dem Grußwort des amtie­renden Regional­bischofs Hans-Christian Brandy anlässlich des Fest­gottes­dienstes zum Zusammen­schluss

 

Die neue Gemeinde hat den Namen Göttingen-Mitte. Das ist eine Ortsangabe, ganz klar. Aber vielleicht kann man auch ein Programm darin lesen: „Mitte“. Wenn es um politisches oder auch kirchenpolitisches Handeln geht, wäre ein Konzept der Mitte ja nicht schlecht. Gerade in Zeiten, in den politische Extreme gefährlich an Zuspruch gewinnen, steht es uns als Kirche gut an, für die demokratische Mitte einzutreten. Und wo es die Möglichkeit der Ver­mitt­lung gibt, ist auch das eine wichtige Aufgabe.

 

Gibt es auch so etwas wie ein theologisches und geistliches Programm der Mitte? Aber vielleicht heißt in einer so großen Gemeinde „Mitte“ viel eher, dass es nicht einfach ein geistliches Programm gibt, ein Profil, sondern dass es gelingt, die Einheit der Gemeinde zu verbinden mit verschie­denen geist­lichen Akzentuierungen, verschiedenen Frömmig­­­keits­­­rich­tungen, Schwer­­punkten. Mitte als Balance von einem Gemeinde­leib und vielen Gliedern.

 

Kirchengemeinde Mitte – in jedem Fall steht das dafür, dass die Gemeinde Räume bietet, in denen Menschen ihre Mitte finden, in denen sie innerlich Halt im Glauben finden und sich deshalb für die Mit­menschen engagieren können. Und vor allem anderen: Die Gemeinde erinnert auch durch ihren Namen daran, was uns ausmacht, weshalb wir in Kirche sind: Gott steht in der Mitte, und das ist für die Menschen eine großartige Zusage.

 

So heißt es etwa 5. Mose 7: „Lass dir nicht grauen …, denn der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte“ (Dtn 7,21). Wenn Gott in der Mitte steht, steht zugleich in einer menschenfreundlichen Weise der Mensch in der Mitte. Im Neuen Testament ist es der auferstandene Christus, der seine Gemeinde ermutigt, indem er in ihrer Mitte ist. „Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: »Friede sei mit euch!«“ (Joh 20,26 BB) Und er sagt seiner Gemeinde zu: »Wo zwei oder drei Menschen in meinem Namen zusammenkommen, da bin ich selbst in ihrer Mitte.« (Mt 18,20 BB). Das, liebe Gemeinde Göttingen-Mitte, wünsche ich Ihnen allezeit.

Hier können Sie sehen, wie sich unsere zusammen­gelegte Kirchen­gemeinde organisiert. Wir versuchen, über das zentrale Büro Abläufe zu vereinfachen und für die Gemeinde­mitglieder gut erreichbar zu sein. Wir arbeiten gemeinsam an den großen Themen und Bereichen, für die wir als Gemeinde­leitung zuständig sind. Zugleich sind wir weiterhin an allen Kirch­orten mit erkenn­baren Gesichtern präsent und bauen die Profile, die vor Ort gewachsen sind, weiter aus.